Klimawechsel setzt vielen Menschen zu
Eine neue Therapie hilft
09.03. Neueste Studien zeigen, dass 54 Prozent der Deutschen auf
bestimmte Wetterlagen mit Krankheitssymptomen reagieren - ältere
stärker als jüngere und Frauen häufiger als Männer. Typische
Beschwerden sind an erster Stelle Migräne und Kopfschmerzen, gefolgt
von Abgeschlagenheit und Schlafstörungen. Auslöser hierfür sind
abrupter Wechsel zwischen Hochs und Tiefs, starke
Temperaturunterschiede, unbeständige Wetterfronten und Föhn.
Klimaforscher aus der Schweiz haben herausgefunden, dass die zu
erwartende Klimaerwärmung auch zu den von Wetterfühligen gefürchteten
größeren Klimaschwankungen führt.
"Das Wetter", sagt Dr. Wolfgang Greul, Chefarzt des
Wetterfühligkeits-Zentrums in der Johannesbad-Klinik in Bad Füssing,
"können wir leider nicht ändern. Wohl aber den Menschen. Wir topfen
unsere Patienten einfach um. So wie man es mit einer Pflanze macht."
Ähnlich wie frische Erde eine Pflanze zum Wachstum anregt, verhelfen
in Bad Füssing gezielte Reize dem Organismus zu besserer Durchblutung
und der Umpolung des Stoffwechsels "Wir machen Naturheilkunde im
besten Sinne", sagt Dr. Greul in der aktuellen SHAPE: "Durch Bäder in
unseren Thermalschwefelbecken, Heilgymnastik, Ausdauersport, Massagen
und Kneippanwendungen, kombiniert mit schmerzlindernden Verfahren wie
Akupunktur und Magnetfeldtherapie, leichter, ausgewogener Kost,
Pflanzenheilmitteln und Entspannungstraining." Die Kur dauert drei
Wochen, dann sind Kreislauf, vegetatives Nervensystem und das
Immunsystem so stabilisiert, dass der Organismus die Wetterreize
verkraftet, ohne krank zu werden.
Auch wenn die Ursachen noch unklar sind, sind sich die
Wettermediziner über die Behandlung weitgehend einig. Abhärtung und
sanftes Training im Kühlen sind die beiden besten Waffen gegen
Frontalangriffe des Wetters. Und sie wirken: Bei 80 Prozent der
Patienten, die in Bad Füssing die "Wetter-fit-Wochen" besucht haben,
besserten sich die Beschwerden und das Ergebnis hielt in der Regel.
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