Freizeitbergsteiger erleiden oft unbemerkte Lungenödeme 19.11. Drei von vier Freizeitkletterern entwickeln bereits bei einfachen Bergtouren ein leichtes Höhenlungenödem.
Die Erkrankung trete somit weit öfter auf als gedacht, berichtet ein internationales Medizinerteam in der
Fachzeitschrift "The Lancet" (Bd. 359, S. 276).
Bei einem Höhenlungenödem gelangt durch erhöhten Blutdruck in den Lungenarterien Flüssigkeit in die
Lungen. Bislang hatten Experten vermutet, dass nur Menschen mit einer entsprechenden Veranlagung ein
Ödem entwickeln. Doch auch bei fast drei Vierteln der Kletterer, die noch keine eindeutigen Symptome
zeigten, konnten die Mediziner um George Cremona von der St. Raffaele Universität in Mailand bei eingehenden
Untersuchungen ein Höhenlungenödem ausmachen.
Der Italiener und seine Kollegen haben 262 Bergsteiger untersucht, die den 4.559 Meter hohen Monte Rosa
an der italienisch-schweizerischen Grenze bezwangen. Sie überprüften die Kletterer vor dem Aufstieg und eine
Stunde, nachdem sie den Gipfel erreicht hatten.