Menschen besitzen Anti-HIV-Gen
Gen CEM15 behindert Virus an Replikation
03.02. Menschen besitzen ein Gen, das vor
einer HIV-Infektion schützt. Dies haben Forscher des King´s College in
London und der University of Pennsylvania School of
Medicine nachgewiesen. Das HI-Virus
beeinträchtigt laut einem BBC-Bericht das Gen CEM15 durch die Produktion
des Proteins Vif. Wird das Protein vom HI-Virus entfernt, stoppt CEM15
die Replikation des HIV-Virus. Das mittelbare Ziel in der HIV-Therapie
ist die dauerhafte Suppression der HIV-Replikation, weil diese für die
fortschreitende Zerstörung des Immunsystems verantwortlich ist.
Forschern war bereits bekannt, dass Vif eine wesentliche Rolle bei der
HIV-Replikation spielt. Seine genaue Funktion war bisher unklar. "Wenn
wir nun einen Weg finden, die Vif-Funktion zu blockieren, kann das Gen
CEM15 ordnungsgemäß arbeiten und die Ausbreitung von HIV verhindern",
erklärte Studienleiter Michael Malim vom Londoner King´s College. Denn
infiziert das HI-Virus eine Zelle, vereinnahmt es die gesamte
biochemische Maschinerie der Zelle, um so am laufenden Band neue Viren zu
produzieren. Diese Viren infizieren und zerstören andere Zellen, damit
dieser Produktionszyklus kontinuierlich weiter läuft.
Der Schwerpunkt weiterer Forschungen liegt nun in der Identifikation von
Substanzen, die die Funktion des Vif-Proteins blockieren. Malim rechnet
damit, dass seine Arbeit in rund zehn Jahren zu einer neuen
HIV/Aids-Behandlung führt. Derzeit bestehen HIV-Therapien in einer
Medikamenten-Kombination, die sich gegen einzelne Elemente des
Virus-Lebenszyklus richten und nicht zu einer totalen Vernichtung des
Virus führen. Zudem ist HIV bereits bei rund 50 Prozent der Patienten
resistent auf ein Medikament, womit die Zahl wirkungsloser Behandlungen
steigt.
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