Keine Luft zum Atmen: Sommersmog
Dicke Sommerluft stresst nicht nur Asthmatiker
26.02. Heißer Sommer, strahlender Sonnenschein -
Freude pur? Nicht nur, denn die warmen Sommertage sind auch die Zeit
mit den höchsten Ozonwerten - der so genannte Sommersmog. Besonders
gefährdet sind Kinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen der
Atemwege, wie Asthma und chronische Bronchitis. Die Betroffenen
sollten bei hohen Ozonwerten den Aufenthalt im Freien meiden. Aber
auch Gesunde sollten an diesen Tagen auf körperliche Anstrengung
außerhalb geschlossener Räume verzichten.
Ozon entsteht, wenn Abgase aus Kraftfahrzeugen und
Industrieanlagen, z.B. Stickoxide mit dem UV-Licht der Sonne
reagieren. Dies schädigt nicht nur die Umwelt - auch unsere
Gesundheit leidet darunter. In Studien wurde nachgewiesen, dass Ozon
die Neigung Allergien und Asthma zu entwickeln, erhöht.
Wissenschaftler vermuten, dass Ozon die Wirkung allergieauslösender
Stoffe (z.B. Pollen, Lösungsmittel) verstärkt. Hohe
Ozonkonzentrationen können zunächst Kurzatmigkeit, Atembeschwerden
und Hustenreiz auslösen. Darüber hinaus sind Augenbrennen,
Kopfschmerzen und Müdigkeit möglich.
Betroffene sollten die Ozonmeldungen in den Medien verfolgen und
sich bei sehr hohen Werten (180 Mikrogramm pro Kubikmeter) vorwiegend
in Innenräumen aufhalten, da hier die Ozonkonzentration viel
niedriger liegt. Längere, körperliche Aktivität im Freien (Sport,
Gartenarbeit, Spielen) ist zu meiden. Sinnvoll ist es, an diesen
Tagen auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen, um die Belastung
durch Autoabgase gering zu halten. Wer sein Fahrzeug unbedingt
benötigt, sollte sich an die herabgesetzten
Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Die höchsten Ozonkonzentrationen
werden um die Mittagszeit und am frühen Nachmittag gemessen, wenn die
vom morgendlichen Berufsverkehr freigesetzten Abgase auf starke
Sonnenstrahlung treffen.
Die zunehmende Umweltverschmutzung z.B. in Form von Sommersmog ist
sicherlich ein Grund für die Zunahme von Allergien und Asthma. Als
Ursache kommt aber auch der "westliche" Lebensstil in Frage,
beispielsweise saubere, gleichmäßig beheizte Wohnräume, die
Einkindfamilie und die damit verbundenen verringerten Infekte im
Kindesalter.
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