Hyperaktive Nebenschilddrüsen Möglichst frühe Operation empfohlen 01.01. Die hyperaktive Nebenschilddrüse sollte auch bei älteren Patienten mit primärem Hyperparathyreodismus möglichst früh entfernt werden – selbst wenn das Organ noch keine Beschwerden verursacht und die Serumkalziumspiegel nur leicht erhöht sind. Bei jüngeren Patienten sowie beim Auftreten von Symptomen oder Kalzium-Spiegeln über 3 mmol/l wird die Operation als einzig wirksame Therapie bereits allgemein akzeptiert.
Anders bei über 50-jährigen symptomfreien Patienten: hier wird oft unter Kontrolle von Ca-Spiegeln, Knochendichte und Nierenfunktion abgewartet. Es gibt aber gute Gründe, auch diesen Patienten eine operative Entfernung der Nebenschilddrüse nicht vorzuenthalten, schreibt ein schottischer Endokrinologe in der Zeitschrift "The Lancet".
Zwar bleibt die Erkrankung bei drei Viertel der symptomfreien Patienten über Jahre stabil, bei einem Viertel schreitet sie aber fort und kann dann zu steigender Hypercalcämie, Nierenfunktionsstörungen, Nierensteinen, verminderter Knochendichte, Pankreatitis und Pseudogicht führen. Keiner vermag im Einzelfall vorherzusagen, wer betroffen sein wird.