Diagnose Autismus wird öfter gestellt Aber Autismus nimmt nicht zu 01.01. Auch wenn Autismus - eine extreme Unfähigkeit
zu sozialen Beziehungen - häufiger ins Bewusstsein der Öffentlichkeit
gerät, ist die Zahl der Erkrankten nicht tatsächlich gestiegen.
Zugenommen hat die Anzahl der sicher diagnostizierten Betroffenen.
Autisten sind in aller Regel von Kindesbeinen an unfähig, in sozialen
Zusammenhängen zu denken. Das Leiden wurde erst 1943 als
eigenständige Krankheit erkannt. Auf der Suche nach der Ursache
tappten Ärzte lange im Dunkeln. Heute sind sie sicher, dass rund 90
Prozent des Erkrankungsrisikos auf genetische Faktoren zurückzuführen
ist.
Die Suche nach einem seelischen Trauma als Ursache bleibt vergeblich. Wenn etwa
eineiige Zwillinge erkranken, dann sehr oft beide. Vermutlich sind
bis zu dreißig Gendefekte beteiligt. Eine ursächliche Therapie ist
bis heute nicht möglich. Verhaltenstherapien für Autisten haben aber
Fortschritte gemacht.