Online-Sprechstunden im Kommen
US-Ärzte bieten zunehmend medizinische Beratungsgespräche im Internet an
19.08. Eine kleine aber wachsende Zahl an
amerikanischen Ärzten nutzt das Internet für die Beantwortung
medizinischer Fragen von Patienten. Versicherungen decken diese
"virtuellen Hausbesuche" ab, da sie die Gesundheitsversorgung verbessern
und Zeit bzw. Geld sparen. Die Internet-Sprechstunden gelten speziell für
Patienten, die eine medizinische Beratung suchen, ohne aber eine den Arzt
aufsuchen zu wollen, berichtet Voice of America.
Für die virtuelle Beratung loggen sich Patienten in einer Webpage ein, geben die
Kreditkartennummer an und richten ihre Anfrage per E-Mail an den Arzt.
Innerhalb von Stunden, so heißt es, soll der Mediziner antworten. Ed
Fotsch, Chef eines "Online-Sprechstunden-Unternehmen", das von
der American Medical Association gegründet wurde, erklärte: "Die
Authentifizierung ist ein wesentlicher Teil in diesem Vorhaben. In
anderen Worten, beide Seiten müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben."
Das Schlimmste sei, wenn der Arzt nicht antwortet. "Die Information für
den Patienten wird verschlüsselt verschickt. Wird das E-Mail
fehlgeleitet, kann es vom Empfänger nicht gelesen werden. Dazu benötigt
jede Kommunikation im Netzwerk ein Login und eine ID", ergänzt Fotsch.
"Online-Sprechstunden sind nicht für Notfälle gedacht", so der CEO. Der
E-Mail-Verkehr zwischen Arzt und Patient sei eine Art
"Convinience-Dienstleistung", eine bequeme Beratungsmöglichkeit, die dem
Patienten Zeit erspare. Außerdem sei ein derartiger Dienst kostengünstig,
da Sprechstundenhilfen keine Telefonanfragen mehr beantworten müssen.
"Patienten fordern Medikamenten-Nachschub an und erfragen Arzttermine
online", führt der Allergie-Experte Alan Meadows die Vorteile des Systems
näher aus. Meadows kann auch Patienten mit chronischen Problemen wie z.B.
einem Nesselausschlag, die medikamentös behandelt werden, online
überwachen. Dabei werden die selben Fragen gestellt und beantwortet wie
bei einer persönlichen Sprechstunde, so Meadows, der auch mit dem
Monitoring des Gesundheitszustandes seiner ehemaligen Patienten, die
heute in Sibirien und auf den Philippinen arbeiten, keine Schwierigkeiten
hat.
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