Häufige Fragen > Radiojod-Therapie 
 Frage 1: 
 Bei mir wurde ein heißer Knoten der Schilddrüse festgestellt und eine Radiojod-Therapie vorgeschlagen. Was ist das?  
 Antwort 1: 
 Die Schilddrüse benötigt zur Hormonherstellung Jod. Dabei kann sie inaktives Jod nicht von radioaktivem Jod unterscheiden. Das radioaktive Jod reichert sich somit ebenso wie das inaktive Jod besonders in den Arealen der Schilddrüse an, welche eine starke Hormonproduktion aufweisen, wie z.B. ein heißer Knoten. Das radioaktive Jod besitzt zu 90 % eine ß-Strahlung, welches nur wenige mm in das Gewebe eindringt. Die Umgebung des heißen Knotens wird somit weitgehend strahlenmäßig verschont. Das Jod, welches nicht in der Schilddrüse gebunden wird, wird mit Urin, Stuhl, Schweiß, Speichel und Atemluft ausgeschieden. Da dadurch die Umwelt erheblich belastet wird, müssen die Radiojod-Behandlungen, zumindest in Deutschland, stationär durchgeführt werden. Die Strahlenbelastung, welche Ihr Körper durch die Radiojod-Therapie erfährt, ist vergleichbar mit einer gründlichen Röntgenuntersuchung und somit keinesfalls gefährlich. Es sollte lediglich sorgfältig ausgeschlossen werden, dass keine Schwangerschaft vorliegt. Die Radiojod-Behandlung ist eine sehr schonende Therapie, welche einen operativen Eingriff vermeiden hilft. Sie sollten keine Angst vor der in diesem Fall medizinisch begründeten Strahlentherapie haben, da durch die Radiojod-Behandlung weder ein erhöhtes Risiko an Leukämie- oder an Krebserkrankungen entsteht.  
   
 Frage 2: 
 Man hört neuerdings soviel von Radiojod-Behandlungen der Schilddrüse. Welche Erkrankungen der Schilddrüse werden damit geheilt?  
 Antwort 2: 
 Die Radiojod-Behandlung wird eingesetzt zur Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion, sowohl in ihrer manifesten als auch in ihrer latenten Form; ferner zur Ausschaltung von sogenannten heißen Knoten bzw. autonomen Adenomen und auch zur Verkleinerung von Strumen, welche medikamentös nur schwer zu beeinflussen sind. Hier handelt es sich am ehesten um Schilddrüsenvergrößerungen, welche trotz sorgfältig dosierter Schilddrüsenhormon-Therapie nach bereits stattgehabter Schilddrüsenoperation auftreten. Eine Radiojod-Behandlung erfolgt auch als Nachtherapie eines differenzierten Schilddrüsencarcinoms (siehe dort).  
   
 Frage 3: 
 Können durch die Radiojod-Behandlung Augensymptome, welche im Rahmen einer Basedow-Überfunktion vorhanden sind, verstärkt werden?  
 Antwort 3: 
 Augensymptome können zu jedem Zeitpunkt einer Basedow-Überfunktion verstärkt auftreten. Besonders häufig finden sich jedoch Zunahmen der Augensymptome bei abruptem Wechsel der Schilddrüsenfunktion im Rahmen der Therapie einer Basedow-Überfunktion. So können Augensymptome sowohl bei der operativen Therapie als auch bei der Radiojod- und medikamentösen Behandlung verstärkt auftreten. Bei der Radiojod-Therapie der Basedow-Überfunktion mit bestehender Augensymptomatik wird aus diesem Grund gleichzeitig eine Cortison-Behandlung eingeleitet, um eine Verschlechterung der Augensymptomatik zu verhindern.  
   
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